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Wettstatistiken: die Zahlen, die wirklich etwas aussagen
Die meisten Wettenden kennen genau eine Zahl über sich: ob sie gerade im Plus oder im Minus sind. Das ist die am wenigsten hilfreiche Zahl von allen — sie sagt dir nicht, warum. Diese Seite erklärt, welche Auswertungen die Wettfolio App aus deinen eingetragenen Scheinen zieht und was du daraus tatsächlich ablesen kannst.
Beispielwerte zur Veranschaulichung.
Die vier Grundzahlen
Bilanz
Was unterm Strich übrig ist: alle Auszahlungen minus alle Einsätze. Ehrlich, aber langsam — über einzelne Wochen sagt sie fast nichts, weil eine einzige gewonnene Kombi das Bild komplett dreht.
Trefferquote
Wie viel Prozent deiner Wetten aufgehen. Alleine ist diese Zahl wertlos. 70 Prozent bei Quote 1,20 sind ein Minusgeschäft, 35 Prozent bei Quote 4,00 ein Plusgeschäft. Erst zusammen mit der Durchschnittsquote wird sie lesbar — deshalb stehen die beiden in der App nebeneinander.
Rendite
Gewinn geteilt durch die Summe aller Einsätze. Wer 1.000 Euro umgesetzt und 50 Euro Gewinn gemacht hat, liegt bei 5 Prozent. Anders als die reine Bilanz berücksichtigt die Rendite, wie viel Geld du dafür bewegen musstest — und macht damit einen Vielwetter mit kleinen Einsätzen mit jemandem vergleichbar, der selten und groß spielt.
Durchschnittsquote
Verrät, in welchem Bereich du unterwegs bist. Sie erklärt Schwankungen: Wer im Schnitt bei 3,50 spielt, hat zwangsläufig lange Durststrecken — das ist keine Pechsträhne, sondern Mathematik.
Aufgeschlüsselt nach dem, was du tatsächlich änderst
Gesamtzahlen sagen dir, dass etwas nicht läuft. Erst die Aufschlüsselung sagt dir, was. Wettfolio zerlegt deine Bilanz nach:
| Dimension | Typische Erkenntnis |
|---|---|
| Liga | Die Liga, die du am liebsten schaust, ist selten die, in der du am besten tippst. |
| Wettmarkt | Über/Unter läuft, Handicap nicht — oder umgekehrt. Meist deutlicher als erwartet. |
| Buchmacher | Wo du spielst, ändert die Quote. Über hunderte Wetten summiert sich das. |
| Wochentag & Uhrzeit | Die Freitagabend-Wetten nach Feierabend sehen oft anders aus als die vom Samstagvormittag. |
| Einzel vs. Kombi | Die unbequemste Auswertung. Bei den meisten trägt die Einzelwette und die Kombi frisst es auf. |
Die ehrlichste Zahl: der Vergleich mit der Schlussquote
Gewinn und Verlust werden über Monate hinweg vom Zufall dominiert. Es gibt aber eine Kennzahl, die viel früher etwas verrät: der Vergleich deiner Quote mit der Schlussquote — der Quote kurz vor Anpfiff, nachdem alles Geld geflossen ist und alle Informationen eingepreist sind.
Diese Schlussquote ist die beste verfügbare Schätzung der wahren Wahrscheinlichkeit. Wer dauerhaft zu besseren Quoten einkauft als der Markt am Ende, hat einen echten Vorteil — auch wenn die Spiele gerade gegen ihn laufen. Und wer trotz gutem Kontostand systematisch schlechter einkauft, hatte bislang vor allem Glück.
| Deine Quote | Schlussquote | Bewertung |
|---|---|---|
| 2,10 | 1,95 | Besser eingekauft — Wert auf deiner Seite |
| 1,80 | 1,95 | Schlechter eingekauft — zu früh oder zu teuer |
Wettfolio rechnet das für jede Wette mit und fasst es zusammen: um wie viel Prozent du im Schnitt über oder unter der Schlussquote liegst und bei wie vielen Wetten du besser lagst.
Wie viele Wetten braucht es?
Für Bilanz und Trefferquote realistisch einige Hundert — bei zehn oder zwanzig Scheinen entscheidet noch der Zufall, egal was die Zahl sagt. Der Schlussquoten-Vergleich liefert deutlich früher ein brauchbares Signal, oft schon nach einigen Dutzend Wetten, weil er nicht davon abhängt, wie die Spiele ausgegangen sind.
Deshalb lohnt es sich, alte Scheine nachzutragen, statt bei null anzufangen.
Statistik ist keine Vorhersage. Alle Auswertungen beruhen auf deinen eigenen eingetragenen Wetten und beschreiben die Vergangenheit. Sie sind keine Zusicherung künftiger Ergebnisse und keine Wettempfehlung. Wettfolio nimmt keine Wetten an und ist kein Glücksspielangebot.